ECA fordert grenzüberschreitende Durchsetzung illegaler Online-Glücksspiele durch die EU
Chloe O'Sullivan
Die European Casino Association (ECA) hat auf eine stärkere grenzüberschreitende Durchsetzung illegaler Online-Glücksspiele gedrängt und festgestellt, dass der Schwarzmarkt für Verbraucher in der EU im Jahr 2025 schätzungsweise 91,6 Mrd. € erreichte. Diese Zahl entspricht einem Anstieg von rund 14% gegenüber der vorherigen Schätzung von 80 Mrd. € im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr, was die wachsende Herausforderung für den regulierten Online-Casino-Sektor unterstreicht.
Wichtige Erkenntnisse
- Illegales Online-Glücksspiel erreichte 2025 in der EU geschätzte 91,6 Mrd. €, gegenüber 80 Mrd. € im Jahr 2024.
- EU-Mitgliedsstaaten gingen 2025 aufgrund illegaler Betreiber geschätzte 22,9 Mrd. € an Steuereinnahmen verloren.
- Über 6.200 Anbieter illegaler Glücksspiele richten sich aktiv gegen Verbraucher in der EU, wobei Unternehmen ohne Lizenz inzwischen die meisten Einnahmen aus Online-Glücksspielen in der EU-27 erzielen.
ECA-Bericht hebt Marktbedrohung hervor
Der Europäische Rechnungshof stellte diese Ergebnisse auf einer hochrangigen Diskussionsrunde vor, die vom Mitglied des Europäischen Parlaments Lukas Mandl im Europäischen Parlament veranstaltet wurde. An der Diskussion nahmen Vertreter der Europäischen Kommission, der Anti-Geldwäsche-Behörde (AMLA), Eurojust, der Joint Parliamentary Scrutiny Group on Europol (JSPG) und der nationalen Glücksspielbehörden teil.
Regulatorischer Kontext und Durchsetzungsaufforderungen
Der Vorsitzende der ECA, Erwin van Lambaart, stellte fest, dass lizenzierte Casinos strengen Regeln unterliegen, darunter verantwortungsbewusstes Spielen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche, während illegale Betreiber häufig ohne Schutzmaßnahmen oder Aufsicht arbeiten. Er betonte die Notwendigkeit eines politischen Willens und einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor und forderte europäische Institutionen und Behörden wie Europol und AMLA nachdrücklich auf, die Daten in umsetzbare Durchsetzungsmaßnahmen umzusetzen. Die Diskussion folgt auf die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Reformen des Mandats von Europol und unterstreicht die potenzielle Rolle der Behörde bei der Bekämpfung grenzüberschreitender illegaler Glücksspielaktivitäten. Mandl bezeichnete illegale Online-Glücksspiele als „ernsthafte grenzüberschreitende Bedrohung“, die sich auf den Verbraucherschutz, die organisierte Kriminalität und die Integrität des EU-Binnenmarkts auswirkt. Die Europäische Kommission ist der Ansicht, dass ihr Gesetz über digitale Dienste (DSA) Mechanismen zur Identifizierung und Entfernung illegaler Online-Inhalte bietet.
Auswirkungen auf den Markt für die EU-Mitgliedstaaten
Mehrere EU-Mitgliedstaaten stehen vor erheblichen Problemen mit der Bedeutung des Schwarzmarkts. Zum Beispiel Deutschlands neuer Casinomarkt wird derzeit von der Glücksspielbehörde (GGL) aufgrund der extrem niedrigen Kanalquoten in ihrem Glücksspielrahmen überprüft.
In ähnlicher Weise ist die Das niederländische Casino wird eröffnet haben miterlebt, wie die Kansspelautoriteit (KSA) neue Vorschriften eingeführt hat und Novatech wegen illegaler Aktivitäten eine Rekordstrafe verhängt hat, was die Herausforderungen für regulierte Betreiber deutlich macht.
In der Zwischenzeit Schwedens Glücksspielregulierung wurde einer genauen Prüfung unterzogen, und ihre Kanalisierungsrate ist 2025 auf 84% gesunken. Durchsetzungsmaßnahmen gegen Zahlungsdienstleister (PSPs), die illegale Plattformen fördern, und die Zusammenarbeit mit Technologieplattformen, die für Marketingzwecke genutzt werden, wurden in diesen Märkten als entscheidende Schritte genannt.


